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Der KGV 1996 Dingelstädt e.V.
 

begrüßt Sie mit einem dreifach donnernden

" Dingelstädt Helau "

 

 

 

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Zeitungsbericht zum Rathaussturm:

 

 

Dingelstädts Bürgermeister Metz beweist Mut

Bürgermeister Arnold Metz (Mitte) musste sich der närrischen Übermacht beugen. Foto: Stefanie Rödiger
Bürgermeister Arnold Metz (Mitte) musste sich der närrischen Übermacht beugen. Foto: Stefanie Rödiger

"Macht nicht so einen Radau, ich möchte arbeiten", mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Arnold Metz am Samstagmittag lachend die kleinen und großen Narren, die sich pünktlich um 16.11 Uhr vor seinem Rathaus versammelt hatten.

Mit Kanonendonner untermauert, forderte Prinzessin Anna I. den Schlüssel zum Rathaus, und Prinz Steffen I. drohte scherzhaft: "Bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt." Doch davon ließ sich das Stadtoberhaupt nicht beeindrucken und erntete dafür zahlreiche lautstarke Buh-Rufe der wartenden Karnevalisten.

Mit Hilfe der ortsansässigen Floriansjünger gelang den Jecken schließlich der Sturm auf das Rathaus, und sie erklommen den Sitz des Bürgermeisters über die Feuerleiter. Dabei ließen sie sich nicht vom Bonbonregen aufhalten, der aus den Rathausfenstern auf die Zuschauer herabprasselte und besonders die kleinen Gäste erfreute.

Somit musste sich Metz schließlich doch ergeben, schmunzelte aber, dass die Narren in diesem Jahr lediglich den Schlüssel gefordert hätten, an der Stadtkasse jedoch kein Interesse zeigten. "Wahrscheinlich ist ja sowieso nichts drin", witzelte Karnevalspräsident Mathias Roth

Vom Prinzenpaar gefesselt, musste er dann auch gleich seinen Amtssitz räumen, betonte aber zum Schluss, dass er wenigstens den Mut bewiesen hätte, sich selbst den Narren zu stellen, ganz im Gegensatz zu seinen Heiligenstädter und Leinefelder Amtskollegen.

Nach der Eroberung des Rathauses und der Festnahme des Bürgermeisters zogen die Narren gemeinsam mit einem Fackelzug zu ihrem Vereinshaus.

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Anna Backhaus und dem 22-jährigen Steffen Kruse hat die Unstrutstadt ein ganz junges Regentenpaar. "Ich wollte schon immer mal Prinzessin sein", strahlt Anna, die im wirklichen Leben als Erzieherin im Kindergarten arbeitet, und für die sich jetzt der große Wunsch erfüllte. Bereits seit neun Jahren engagiert sich die junge Dingelstädterin im Karnevals- und Geselligkeitsverein, wo sie mit einer Freundin die "Frechen Früchtchen", 15 Kinder zwischen drei und sieben Jahren, trainiert. Die beiden jungen Damen sorgen zudem als Clown und Mini dafür, dass die kleinen Dingelstädter beim Kinderkarneval voll auf ihre Kosten kommen.

Die größte Rolle in Annas Leben spielt jedoch Traumprinz Steffen, der sich in dieser Faschingssaison sogar in einen richtigen Prinzen verwandelt. Mit ihrer Freude am Fasching und am Vereinsleben steckte sie den gebürtigen Heuthener an. Der 22-Jährige, der gerade eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann absolviert, sprang letztes Jahr spontan beim Männerballett ein und entpuppte sich als wahres Naturtalent. Er war es auch, der gleich zusagte, das Regentenamt zu übernehmen, erzählt die Prinzessin. Beide freuen sich nun schon närrisch auf den Karneval, die vielen Termine und auf die Fernsehsitzung "Herrlich, närrisches Thüringen" in Erfurt.

 

Prinz Steffen I. und seine Lieblichkeit Prinzessin Anna I.

 


 

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